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Aktive Thermografie

Im Gegensatz zur passiven Thermografie wird bei der aktiven Thermografie das Messobjekt gezielt mit Energieimpulsen angeregt. Diese Anregung kann beispielsweise optisch durch Bestrahlung mit Infrarotstrahlung oder mechanisch durch Ultraschallanregung erfolgen. Nach der Anregung fließt der Wärmeimpuls durch Wärmeleitung von der Materialoberfläche ins das Materialinnere ab.

Wird die Wärmeübertragung im Material durch Fehlstellen o.ä. gestört, entsteht im Material vor der Fehlstelle ein Wärmestau der sich auch auf der Materialoberfläche abzeichnet.

Je nach Art der Anregung wird in Impulsthermografie (Anregung durch einzelnen Impuls) oder in LockIn-Thermografie (Anregung durch eine Schwingung beispielsweise einer Sinusschwingung) unterschieden.

Im Beispiel wurde ein 8 mm starkes Laminat mit Infrarotstrahlern sinusförmig angeregt. In das Laminat ist auf der Rückseite ein 1 mm tiefes "bgk" ein gefräst:

 

 

 

rechts: Video der Infrarotbildsequenz
unten: Foto der Aufnahme

Dim lights

 

Die gewonnene Infrarotsequenz lässt mitunter nicht viele Informationen zu.
Mit entsprechender Signalverarbeitung kann ein Amplitudenbild bzw. Phasenbild erstellt werden:

 

Anwendungsmöglichkeiten für aktive Thermografie:

  • Feuchtedetektionen
  • Haftungsnachweise oder Delamination
  • Detektion von Fremdkörpern in Herstellungsprozessen
  • Schichtdickenmessungen
  • Überprüfung auf Risse, Inhomogenitäten oder sonstige Einschlüsse
  • Korrosionsschutzüberprüfungen