FAQ

All unsere Fragen & Antworten

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Thermografie, Infrarotkameras, Kalibrierung, Integration, Schulung und industrielle Anwendungen.

In bestimmten Fällen können wir für die Dauer der Reparatur ein Leihgerät zur Verfügung stellen. Das hängt von Verfügbarkeit und Reparaturdauer ab. Sprechen Sie uns bei der RMA-Anfrage direkt darauf an.

Die Bearbeitungszeit hängt vom Fehlertyp und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen ab. Einfache Fälle werden in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Werktagen abgeschlossen. Bei komplexeren Reparaturen oder wenn Teile bestellt werden müssen, informieren wir Sie proaktiv über den Status.

Bitte verpacken Sie das Gerät sicher in der Originalverpackung oder einer gleichwertigen Schutzverpackung. Legen Sie die RMA-Nummer gut sichtbar bei. Beschreiben Sie das Fehlerbild möglichst genau, inkl. Bedingungen unter denen der Fehler auftritt. Zubehör wie Objektive oder Ladegeräte nur beilegen wenn direkt relevant.

Wir nehmen in erster Linie FLIR Wärmebildkameras und zugehörige Geräte an. Für Geräte anderer Hersteller sprechen Sie uns bitte vorab an, wir klären individuell ob und wie wir helfen können.

Sie füllen das RMA-Formular auf unserer Website aus und schildern kurz das Problem. Wir melden uns innerhalb von 1 bis 2 Werktagen mit einer RMA-Nummer und Versandanweisungen. Das Gerät wird von uns geprüft, die Fehlerursache dokumentiert und anschließend repariert oder weitergeleitet. Nach Abschluss erhalten Sie einen Bericht und das Gerät zurück.

Unser Schwerpunkt liegt auf FLIR Wärmebildkameras, da wir diese selbst einsetzen, kennen und aus eigener Erfahrung empfehlen können. Wir sind jedoch herstellerneutral in unserer Beratung. Wenn eine andere Kamera für Ihre Aufgabe besser passt, sagen wir Ihnen das direkt.

Ja. Für definierte Testzeiträume können wir in bestimmten Fällen Leihkameras zur Verfügung stellen. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie vor einer Kaufentscheidung die Kamera an Ihrer konkreten Messaufgabe ausprobieren möchten. Sprechen Sie uns an.

Gekühlte Kameras (InSb, MCT) erreichen eine Temperatursensitivität von unter 20 mK und sind ideal für hochdynamische Prozesse, Lock-in-Thermografie und Forschungsaufgaben. Ungekühlte Mikrobolometer-Kameras sind kompakter, wartungsärmer und günstiger, mit einer Sensitivität von 50 bis 80 mK. Für die meisten industriellen Anwendungen reichen ungekühlte Systeme vollständig aus.

Professionelle Handkameras für Instandhaltung und Elektrothermografie beginnen ab ca. 3.000 Euro. Hochauflösende Kameras der FLIR T-Serie liegen zwischen 8.000 und 25.000 Euro. Stationäre Industriekameras und gekühlte Hochleistungssysteme für Forschung oder Prozessüberwachung können deutlich darüber liegen. Wir helfen Ihnen, das richtige Modell für Ihre Aufgabe und Ihr Budget zu finden.

Das hängt von Ihrer konkreten Messaufgabe ab. Für mobile Inspektionen und Instandhaltungsrundgänge eignen sich Handkameras der FLIR E- oder T-Serie. Für stationäre Prozessüberwachung und Brandfrüherkennung empfehlen wir kompakte Industriekameras. Für Forschung und hochgenaue Messaufgaben sind gekühlte Systeme die richtige Wahl. Wir beraten Sie kostenlos und herstellerneutral.

Das hängt vom Umfang ab. Eine Elektrothermografie-Inspektion eines Schaltschranks dauert wenige Minuten. Eine umfassende Maschinenlinienbegehung über mehrere Hallen kann einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Wir geben Ihnen vorab eine realistische Einschätzung.

Passive Thermografie nutzt die Wärme, die ein Objekt im Betrieb selbst erzeugt, zum Beispiel ein laufender Motor oder eine überlastete Sicherung. Aktive Thermografie bringt gezielt thermische Energie von außen ein, um innere Fehlstellen wie Delaminierungen oder Poren in Bauteilen sichtbar zu machen.

Ja. Viele Kunden nutzen Thermografie parallel in mehreren Bereichen, zum Beispiel gleichzeitig für die Instandhaltung von Elektroanlagen und für die Qualitätssicherung in der Fertigung. Wir helfen Ihnen, die Einsatzbereiche sinnvoll zu priorisieren.

Am einfachsten über ein kurzes Gespräch mit uns. Sie schildern kurz Ihre Aufgabe, wir sagen Ihnen direkt ob und wie Thermografie helfen kann. Für komplexere Fragestellungen bieten wir auch Machbarkeitsuntersuchungen an.

Thermografie wird überall dort eingesetzt, wo Temperaturen berührungslos gemessen, thermische Anomalien erkannt oder Prozesse überwacht werden müssen. Typische Anwendungsbereiche sind Instandhaltung & Predictive Maintenance, Qualitätssicherung & Bauteilprüfung, Prozessüberwachung in der Industrie, Brandfrüherkennung sowie Forschung & Entwicklung.

Für einfache Anfragen wie Kalibrierung oder Schulung erstellen wir in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Werktagen ein Angebot. Für komplexere Integrationsprojekte benötigen wir ein kurzes Erstgespräch, danach folgt eine realistische Einschätzung zu Umfang und Kosten.

Ja. Sie können einzelne Leistungen gezielt beauftragen, ob nur eine Kalibrierung, eine einzelne Inspektion oder eine Schulung. Wir passen uns Ihrem Bedarf an.

Wir sind bundesweit tätig und betreuen Kunden im gesamten DACH-Raum. Inspektionen, Inbetriebnahmen und Schulungen führen wir direkt bei Ihnen vor Ort durch.

Ja. Wir begleiten Projekte vom ersten Gespräch bis zur laufenden Anlage, inklusive Kameraauswahl, Kalibrierung, Softwareentwicklung, Integration, Inbetriebnahme und Schulung des Personals. Sie müssen nicht mehrere Dienstleister koordinieren.

BGK Infrarotservice bietet das gesamte Spektrum der industriellen Infrarot-Thermografie: Wärmebildkameras (Beratung und Verkauf), Kalibrierung, Integration & Automatisierung stationärer Systeme, Thermografie-Software sowie Schulungen und Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9712 und ISO 18436. Alles aus einer Hand, alles mit eigenem Fachwissen.

Am Anfang steht ein Gespräch über Ihre Aufgabe und Anforderungen, ohne Verkaufsdruck. Dann empfehlen wir die passende Lösung, ob Kamera, Kalibrierung, Integration oder Schulung. Je nach Projekt folgen Systemauslegung, technische Umsetzung und Inbetriebnahme. Wir begleiten Sie vom ersten Gespräch bis zur laufenden Anlage, persönlich und direkt.

Handkameras sind mobile Geräte für gelegentliche Inspektionen, ideal für Instandhaltungsrundgänge, Elektrothermografie oder Gebäudeinspektionen. Stationäre Infrarotkameras werden fest montiert und überwachen kontinuierlich, rund um die Uhr, ohne manuellen Eingriff. Sie sind der richtige Ansatz für Prozessüberwachung, Brandfrüherkennung und automatisierte Qualitätsprüfung in der Fertigungslinie.

Thermografie wird branchenübergreifend eingesetzt überall dort, wo Temperaturen berührungslos gemessen, Prozesse überwacht oder Bauteile zerstörungsfrei geprüft werden müssen. Typische Einsatzbereiche sind Instandhaltung & Predictive Maintenance, Qualitätssicherung & Bauteilprüfung, Prozessüberwachung in der Industrie, Brandfrüherkennung, Forschung & Entwicklung sowie Gebäude- und Elektrothermografie.

BGK Infrarotservice bietet das gesamte Spektrum der industriellen Infrarot-Thermografie aus einer Hand: Wärmebildkameras (Beratung, Verkauf, FLIR), Kalibrierung, Integration & Automatisierung stationärer Systeme, Thermografie-Software, Inspektionsdienstleistungen sowie Schulungen und Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9712 und ISO 18436. Kein Händler, sondern ein Spezialist der begleitet.

Infrarot-Thermografie ist ein bildgebendes Messverfahren, das die von Objekten abgegebene Wärmestrahlung sichtbar macht. Eine Infrarotkamera misst die Oberflächentemperatur berührungslos und flächendeckend und stellt sie als Thermogramm dar. Warme Bereiche erscheinen hell, kalte dunkel. So lassen sich thermische Anomalien, Hotspots und Temperaturunterschiede erkennen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind.

Gekühlte Kameras (InSb, MCT) verfügen über einen kryogenik gekühlten Detektor und erreichen eine Temperatursensitivität von unter 20 mK. Sie sind ideal für hochdynamische Prozesse, Lock-in-Thermografie und Messaufgaben mit höchsten Genauigkeitsanforderungen. Ungekühlte Mikrobolometer-Kameras sind kompakter, wartungsärmer und kostengünstiger, mit einer Sensitivität von typischerweise 50 bis 80 mK. Für die meisten Standardmessaufgaben in F&E reichen sie vollständig aus.

Für stationäre oder langsame Prozesse wie Wärmebehandlung oder Glühen reichen 9 bis 25 Hz vollständig aus. Für schnell bewegte Objekte wie Walzgut oder laufendes Band empfehlen wir mindestens 60 Hz. Für Schlagprüfung oder Explosionsereignisse sind Hochgeschwindigkeitskameras ab 1.000 Hz erforderlich. Wir beraten Sie bei der Bildratenwahl auf Basis Ihrer konkreten Prozessgeschwindigkeit.

Die Kosten hängen von Dauer, Teilnehmerzahl und Inhalten ab. Kontaktieren Sie uns mit einer kurzen Beschreibung Ihres Bedarfs, wir erstellen Ihnen ein konkretes Angebot.

Das Inhouse-Seminar findet direkt bei Ihnen vor Ort statt. Wir bringen das nötige Equipment mit. Idealerweise werden Ihre eigenen Kameras und reale Messaufgaben aus Ihrem Betrieb in den Kurs einbezogen.

Nein. Das Inhouse-Seminar kann individuell auf Ihren Einsatzbereich zugeschnitten werden, ohne dass eine formale Zertifizierungsprüfung stattfindet. Auf Wunsch ist eine Zertifizierungsoption integrierbar, falls der Kursinhalt die Anforderungen einer anerkannten Norm erfüllt.

Ein Inhouse-Seminar kann ab einer Person durchgeführt werden. Die maximale Gruppengröße beträgt 12 Teilnehmer, um eine praxisnahe Betreuung sicherzustellen.

Ja. Inhaber eines ISO-18436-Kategorie-2-Zertifikats haben die Möglichkeit, das Zertifizierungssystem zu wechseln und einen DIN EN ISO 9712 Stufe-1- oder Stufe-2-Abschluss zu erlangen. Sprechen Sie uns an, wir begleiten Sie dabei.

Ja. Die ITC Zertifizierungskurse Kategorie 1 und Kategorie 2 sind bei der DENA mit jeweils 32 Unterrichtseinheiten für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste anrechenbar.

Kategorie-2-Thermografen unterstützen andere Mitarbeitende bei Gerätewahl, Verfahren, Datenanalyse und Berichterstellung und leiten Kategorie-1-Personal an. Im Unterschied zu DIN EN ISO 9712 Stufe 2 liegt der Fokus auf Zustandsdiagnostik und Condition Monitoring von Maschinen.

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes ISO 18436 Kategorie-1-Zertifikat. Empfohlen werden außerdem praktische Erfahrungen in der Thermografie, um die vertieften Kursinhalte vollständig nutzen zu können.

Ja. Inhaber eines ISO-18436-Zertifikats haben die Möglichkeit, später das Zertifizierungssystem zu wechseln und einen DIN EN ISO 9712 Stufe-1- oder Stufe-2-Abschluss zu erlangen.

Die Zertifizierung erfolgt durch ITC Certification Schweden, akkreditiert nach ISO/IEC 17024. Optional können Teilnehmer nach bestandener ITC-Prüfung zusätzlich eine Zertifizierung durch den unabhängigen Personalzertifizierer BINDT erhalten.

Ja. Die ITC Zertifizierungskurse Kategorie 1 und Kategorie 2 sind bei der DENA mit jeweils 32 Unterrichtseinheiten für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste anrechenbar.

Nein, für ISO 18436 Kategorie 1 sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Kurs ist für Einsteiger konzipiert und startet bei den Grundlagen der Infrarotphysik und Kamerabedienung.

Ja. Stufe-2-zertifizierte Thermografen sind berechtigt, Stufe-1-Personal anzuleiten, zu beaufsichtigen und Prüfanweisungen für deren Einsatz zu erstellen.

Das Zertifikat wird durch die DAkkS-akkreditierte Sector Cert GmbH ausgestellt, eine unabhängige Personalzertifizierungsstelle nach ISO/IEC 17024. Die Zertifizierung ist damit international anerkannt.

Ja. Die Stufe-2-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9712 ist die anerkannte Qualifikation für eigenständige Thermografie-Dienstleister. Sie berechtigt zur selbständigen Durchführung, Bewertung und Dokumentation thermografischer Prüfungen sowie zur Anleitung von Stufe-1-Personal.

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes DIN EN ISO 9712 Stufe-1-Zertifikat sowie mindestens 6 Monate dokumentierte Praxiserfahrung in der Infrarot-Thermografie. Beides muss zur Prüfungsanmeldung nachgewiesen werden.

Stufe-1-Thermografen führen Messungen nach Prüfanweisung unter Aufsicht von Stufe-2-Personal durch. Für eigenständige Thermografie-Dienstleistungen gegenüber Dritten ist mindestens die Stufe 2 erforderlich.

Das Zertifikat nach DIN EN ISO 9712 Stufe 1 ist 5 Jahre gültig. Vor Ablauf kann eine Erneuerungszertifizierung beantragt werden. Nach 10 Jahren ist eine vollständige Rezertifizierung erforderlich.

Die Kursgebühr hängt von Teilnehmerzahl, Durchführungsort und Umfang ab. Sprechen Sie uns direkt an, wir erstellen Ihnen ein konkretes Angebot.

Für die Teilnahme am Kurs sind keine besonderen Vorkenntnisse in der Thermografie erforderlich. Grundlegende technische Kenntnisse und ein Verständnis für physikalische Zusammenhänge sind hilfreich. Für die spätere Zertifizierungsprüfung müssen außerdem 3 Monate dokumentierte Praxiserfahrung nachgewiesen werden.

Nein. Für alle Kurse stellen wir Leihkameras zur Verfügung. Wer eine eigene Infrarotkamera hat, darf sie mitbringen, das ist sogar empfehlenswert, um die Bedienung direkt am eigenen Gerät zu üben und gezielt auf Ihre spätere Messaufgabe vorzubereiten.

DIN EN ISO 9712 ist die Norm für zerstörungsfreie Prüfung und richtet sich an Thermografen, die Prüfungen an industriellen Bauteilen und Anlagen durchführen. ISO 18436 deckt die Zustandsüberwachung und Diagnostik von Maschinen ab, sogenanntes Condition Monitoring. Welche Zertifizierung für Sie passt, hängt von Ihrem Einsatzgebiet ab. Wir klären das gemeinsam im ersten Gespräch.

Ja. FLIR Thermal Studio unterstützt verschiedene Exportformate wie PDF, JPG, HTML, XPS sowie in der Professional Edition zusätzlich CSV- und AVI-Export.

Die Professional Edition bietet zusätzliche Funktionen wie Panorama-Stitching, erweiterte Analysewerkzeuge, Routing-Funktionalität, radiometrische Videoaufzeichnung, Gasvisualisierung und vollständig anpassbare Berichtsvorlagen.

Ja. Die Standard- und Professional-Edition unterstützen Batch-Verarbeitung zur automatisierten Bearbeitung großer Mengen thermischer Bilddaten und wiederkehrender Analyseprozesse.

Radiometrische Videos enthalten vollständige Temperaturdaten für jedes einzelne Pixel und ermöglichen detaillierte thermische Analysen. Nicht-radiometrische Videos dienen primär der visuellen Darstellung ohne vollständige Temperaturmesswerte.

FLIR Thermal Studio unterstützt moderne FLIR Wärmebildkameras der C-, Ex-, T-, GF-, G- und P6-Serie sowie FLIR One Geräte und kompatible akustische Kameras.

Wir arbeiten mit jedem Unternehmen zusammen, für das Infrarot-Messtechnik einen echten Nutzen bringt. Ob mittelständischer Fertigungsbetrieb, Forschungsinstitut oder Großkonzern spielt keine Rolle. Die entscheidende Frage ist nicht die Unternehmensgröße, sondern ob Thermografie für Ihre Aufgabe das richtige Werkzeug ist. Das klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.

Am Anfang steht ein Gespräch über Ihre Aufgabe, Ihren Prozess und Ihre Anforderungen. Erst dann empfehlen wir eine Lösung. Je nach Projekt folgen Machbarkeitsuntersuchung, Systemauslegung, Integration und Inbetriebnahme. Wir begleiten Sie dabei so eng wie nötig, vom ersten Gespräch bis zur laufenden Anlage.

Ja, für viele Aufgabenstellungen ist ein Vorversuch sinnvoll. Wir führen auf Anfrage Machbarkeitsuntersuchungen durch und können in bestimmten Fällen Leihkameras für einen definierten Zeitraum zur Verfügung stellen. Sprechen Sie uns an, wir klären gemeinsam ob und wie ein Test realisierbar ist.

Ein Händler verkauft eine Kamera und ist danach nicht mehr zuständig. Wir begleiten den gesamten Prozess, von der Auswahl über die Kalibrierung bis zur Integration in Ihren Prozess und der Schulung Ihres Teams. Wir empfehlen nur Kameras, die wir selbst kennen und einsetzen. Und wir sind herstellerneutral, unsere Empfehlung orientiert sich ausschließlich an Ihrer Aufgabe, nicht an Margen oder Herstellerverträgen.

Im Normalbetrieb läuft das Brandfrüherkennungssystem vollautomatisch ohne Bedienerinteraktion. Alarm-Quittierungen und Anpassungen von Temperaturschwellenwerten können über ein einfaches Webinterface erfolgen. Für Konfigurationsänderungen schulen wir Ihre Mitarbeitenden direkt vor Ort.

Für zuverlässige Temperaturschwellenwerte empfehlen wir eine Kalibrierung alle 12 Monate. Für sicherheitskritische Anwendungen in Chemieanlagen oder ATEX-Bereichen empfehlen wir 6 Monate. Wir bieten einen Kalibriervertrag an, der die Kalibrierung automatisch in festgelegten Intervallen sicherstellt, ohne dass Sie daran denken müssen.

Ja. Das Alarmsignal der Auswertungssoftware (digitaler Ausgang oder potenzialfreier Kontakt) kann an eine Sprinkleranlage, Gaslöschanlage oder sonstige Brandbekämpfungsanlage weitergeleitet werden. Die konkrete Verdrahtung erfolgt in Abstimmung mit dem Anlagenbauer. Wir liefern den Schnittstellenkontakt und dokumentieren die Übergabeschnittstelle vollständig.

Ja. Infrarotkameras messen Wärmestrahlung, nicht reflektiertes Licht, und funktionieren damit völlig unabhängig von sichtbarem Licht. Nachts und bei Dunkelheit arbeitet das Brandfrüherkennungssystem identisch wie tagsüber. Bei dichtem Nebel oder Staub kann die Reichweite reduziert sein. Für stark staubbelastete Umgebungen wie Schüttgutlager empfehlen wir Druckluftspülung vor dem Kameraobjektiv.

Durch zonenbasierte Auswertung (nur definierte Überwachungsbereiche werden ausgewertet), Hysterese-Einstellung (Alarm erst nach mehreren Sekunden dauerhafter Überschreitung) und Differenzauswertung (Temperaturgradient statt Absolutwert). Mit sorgfältiger Konfiguration und einem mehrtägigen Testlauf vor der Systemabnahme lässt sich die Fehlalarmrate auf nahezu null reduzieren.

Nein. Stationäre Wärmebildkameras ersetzen keine normkonforme Brandmeldeanlage nach DIN EN 54. Sie ergänzen die Brandmeldeanlage als vorgelagerte Früherkennungsschicht und erkennen thermische Anomalien bereits vor der Rauchentwicklung. In Bereichen, wo klassische Brandmeldeanlagen nicht praktikabel sind (Freiflächen, Schüttgutlager, Deponien), kann Thermografie als primäre Erkennungstechnologie eingesetzt werden, in Abstimmung mit dem Brandschutzbeauftragten und dem Versicherer.

Ja. Unsere Messberichte enthalten alle für Drittmittelberichte notwendigen Angaben: Messgerät und Modell, Kalibrierstatus mit Zertifikatsnummer, angewandte Messmethode, Randbedingungen wie Emissionsgrad und Umgebungstemperatur sowie Messunsicherheit. Die Berichte erfüllen die Anforderungen von DFG, BMBF und EU-Rahmenprogrammen und können direkt in Projektberichte übernommen werden.

Ja. Für kurze Messkampagnen von 1 bis 5 Tagen stellen wir das Messsystem inklusive kalibrierter Infrarotkamera, Auswertungssoftware und fachkundiger Begleitung bereit. Für längere Forschungsprojekte beraten wir bei der Beschaffung eines eigenen Systems und der Schulung Ihrer Mitarbeitenden nach DIN EN ISO 9712.

Ja, wenn die Thermogramme korrekt dokumentiert sind: kalibrierte Farbskala mit Temperaturangabe, Emissionsgrad des Messobjekts, Kameramodell und Kalibrierstatus. Wir liefern alle Abbildungen in druckfähiger Auflösung (300 dpi, skalierbar) mit standardisierten Farbskalen und vollständigen Messprotokollen.

Faustregel: Die Bildrate sollte mindestens 5-mal höher sein als die charakteristische Änderungsrate Ihres thermischen Prozesses. Für langsame Wärmeübergänge im Sekundenbereich reichen 25 Hz. Für Schweißnähte oder Schlagvorgänge werden 100 bis 1.000 Hz benötigt. Für Explosionen oder Schockwellen sind Hochgeschwindigkeitskameras über 10.000 Hz erforderlich. Wir helfen bei der Anforderungsanalyse und Kameraauswahl.

Standard-Silikatglas ist für langwellige Infrarotstrahlung (8 bis 14 µm) nahezu undurchlässig. Sie messen dann die Glastemperatur, nicht das dahinterliegende Objekt. Für Messungen durch Fenster werden Germanium- oder Zinksulfid-Sichtfenster benötigt. Im kurzwelligen Infrarot (1 bis 5 µm) sind bestimmte Glastypen teiltransparent, hier sind Kurz- oder Mittelwellenkameras erforderlich. Wir beraten Sie bei der Auswahl des richtigen Fenstermaterials.

TESA erfordert eine Kamera mit sehr hoher Temperatursensitivität (NETD unter 20 mK), da thermoelastische Temperatursignale im Bereich von 1 bis 10 mK liegen und erst durch Lock-in-Auswertung sichtbar werden. Geeignet sind Kameras mit Stirling-gekühlten Detektoren (MCT oder InSb). Wir beraten Sie bei der Auswahl der richtigen Hochleistungskamera für Ihre Messaufgabe.

Ja. Die Kamera liefert ein 2D-Temperaturfeld, das direkt dem Oberflächenplot einer FEM-Simulation gegenübergestellt werden kann. Wir exportieren die Daten als CSV oder MATLAB-Matrix mit Pixelkoordinaten und Temperaturen. Die räumliche Kalibrierung (mm/Pixel) wird im Messprotokoll dokumentiert.

Für qualitative Messungen (Wo ist es am wärmsten?) reicht ein Näherungswert. Für quantitative Absoluttemperaturen mit Unsicherheit < ±5 °C muss der Emissionsgrad mit einer Unsicherheit von < ±0,02 bekannt sein. Wir bieten gezielte Emissivitätsmessungen an – in unserem Labor oder vor Ort.

Empfohlenes Kalibrierintervall: 12 Monate für Regelanwendungen, 6 Monate für sicherheitskritische Alarmierungen. Die Kalibrierung dauert 2–4 Tage Durchlaufzeit. Für Anlagen ohne zulässige Messunterbrechung empfehlen wir eine Austauschkamera, sodass die Linie während der Kalibrierung weiterläuft.

Im Normalbetrieb läuft die Software vollautomatisch im Hintergrund und erfordert keine Bedienerinteraktion. Alarm-Quittierungen und Parameteranpassungen (Schwellenwerte) können über ein einfaches Bedienpanel erfolgen. Für Konfigurationsänderungen schulen wir Ihre Mitarbeiter in der Softwarebedienung.

Typische Messgenauigkeit kalibrierter Industriekameras: ±2 °C oder ±2 % des Messwerts (der jeweils größere Wert). Bei sehr hohen Temperaturen (> 800 °C) ist die relative Genauigkeit oft besser als die absolute. Für Regelanwendungen mit engen Toleranzen empfehlen wir eine zusätzliche Kalibrierüberprüfung unter Prozessbedingungen.

Ja, aber das Sichtfenstermaterial muss für Infrarotstrahlung transparent sein. Standardglas (Silikat) sperrt Infrarot nahezu vollständig. Geeignet sind Germanium-, Zinkselenid- oder Kalziumfluorid-Fenster. Wir beraten Sie bei der Auswahl des richtigen Fenstermaterials für Ihre Wellenlänge.

Ja. Der Ausfall der Kamera oder der Softwareverbindung wird als eigener Fehlerstatus über OPC UA oder digitalen Ausgang an die SPS gemeldet. Die SPS kann dann auf einen sicheren Betriebszustand umschalten (z. B. Anlage drosseln oder stoppen). Für sicherheitskritische Prozesse empfehlen wir eine redundante Kamerainstallation.

Unsere Software stellt einen OPC UA Server bereit. Die Siemens S7 (ab S7-1500 nativ, S7-300/400 über CP) verbindet sich als OPC UA Client und liest die konfigurierten Knoten (Temperaturen, Alarme, Status). Das setzt einen TIA Portal-fähigen OPC UA Client voraus. Wir konfigurieren den Server und unterstützen bei der SPS-seitigen Einbindung.

Für stationäre oder langsame Prozesse wie Wärmebehandlung oder Glühen reichen 9 bis 25 Hz vollständig aus. Für schnell bewegte Objekte wie Walzgut oder laufendes Band empfehlen wir mindestens 60 Hz. Für Schlagprüfung oder Explosionsereignisse sind Hochgeschwindigkeitskameras ab 1.000 Hz erforderlich. Wir beraten Sie bei der Bildratenwahl auf Basis Ihrer konkreten Prozessgeschwindigkeit.

Als Ersatz nein, als Ergänzung ja. Thermoelemente messen einen Punkt mit sehr hoher Präzision und schneller Ansprechzeit. Stationäre Wärmebildkameras messen eine Fläche mit hoher räumlicher Auflösung und erkennen Inhomogenitäten und Hotspots, die ein Thermoelement strukturell nicht erfassen kann. In der Praxis werden beide Systeme kombiniert: die Infrarotkamera für die flächendeckende Prozessüberwachung, das Thermoelement als Kalibrierreferenz.

Für jedes geprüfte Bauteil wird automatisch ein Prüfprotokoll erstellt: Bauteil-ID oder Seriennummer, Prüfdatum und Uhrzeit, Prüfer-ID, Kameramodell und Kalibrierstatus, Thermogramm (JPG oder PNG), Bewertung (Gut/Schlecht) sowie eventuelle Befundkoordinaten. Die Protokolle werden revisionssicher archiviert und erfüllen die Anforderungen einer rückverfolgbaren Qualitätsdokumentation nach ISO 9001.

Ja. Unsere Auswertungssoftware exportiert Prüfergebnisse über OPC UA oder REST API direkt in gängige CAQ-Systeme wie SAP QM, Babtec oder Q.DAS. Gut/Schlecht-Bewertung, Messwerte und Thermogramm-Links werden automatisch übertragen und stehen für die statistische Prozesskontrolle (SPC) bereit.

Die Genauigkeit des Referenzbildvergleichs in der zerstörungsfreien Prüfung hängt von der Wiederholbarkeit der Bauteilpositionierung und der Gleichmäßigkeit der thermischen Anregung ab. Mit fixer Bauteilausrichtung und stabiler Anregungsquelle werden Fehlstellen ab wenigen Millimetern Durchmesser sicher detektiert. Die Prüfgrenzen werden gemeinsam mit Ihrer QS-Abteilung auf Basis von Referenz-Fehlermustern definiert und validiert.

Ja. Aktive Thermografie ist in der Luftfahrtindustrie als zugelassenes ZfP-Verfahren für CFK-Strukturbauteile anerkannt, gemäß EN 4179 und NAS 410. Voraussetzung ist eine Qualifizierung des Prüfpersonals nach DIN EN ISO 9712 Level II oder III und ein akkreditiertes Prüfverfahren.

Bei hochreflektiven Metalloberflächen wie blankem Aluminium oder Edelstahl ist eine Emissivitätserhöhung notwendig, z. B. durch temporäre Lackierung, Graphitspray oder matte Folie. Für die meisten Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, CFK- und GFK-Bauteile sowie beschichtete Teile ist keine Oberflächenvorbereitung erforderlich.

Für passive Thermografie und Puls-Thermografie sind Prüfzeiten unter einer Sekunde pro Bauteil erreichbar, das macht die Methode inline-fähig für die Serienprüfung. Lock-in-Thermografie dauert länger (10 bis 120 Sekunden), liefert dafür höhere Tiefenauflösung bei der Fehlstellendetektion und wird vorwiegend im Labor oder für CFK-Bauteile eingesetzt.

Das hängt stark vom Material und der Methode ab. In Kunststoffen und Verbundwerkstoffen sind Tiefen bis ca. 5–10 mm mit Lock-in-Thermografie erreichbar. In Metallen ist die Tiefenauflösung geringer (< 2–3 mm), dafür ist die Empfindlichkeit an der Oberfläche sehr hoch. Im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung bestimmen wir die erreichbare Prüftiefe für Ihr Bauteil.

Nein – die Verfahren ergänzen sich. Thermografie ist ideal als schneller Vorscreen für 100 % der Bauteile; auffällige Stellen werden dann gezielt mit Ultraschall oder CT untersucht. Das spart Zeit und Kosten, da aufwendige Prüfungen nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden.

Wir klassifizieren jeden Befund nach Dringlichkeit gemäß ISO 18434: Normal, Verdächtig, Kritisch oder Sofortmaßnahme erforderlich. Jeder Hotspot wird mit Temperaturwert, Thermogramm und konkreter Handlungsempfehlung im Prüfbericht dokumentiert. Bei sofortkritischen Befunden informieren wir Sie noch vor Ort.

Ja. Wir bieten Thermografie-Schulungen vom Einsteigerkurs (Grundlagen, 1 Tag) bis zum Zertifizierungslehrgang nach DIN EN ISO 9712 an. Für routinemäßige Instandhaltungsinspektionen im eigenen Betrieb reicht oft Stufe 1, für normkonforme Prüfberichte gegenüber Dritten wird Stufe 2 empfohlen.

Ja. Viele Industrieversicherungen fordern regelmäßige Thermografie-Inspektionen als Bedingung für volle Deckung bei Betriebsunterbrechungsschäden. Unser Prüfbericht enthält Angaben zum kalibrierten Messgerät, zum Thermografen-Zertifikat nach DIN EN ISO 9712 und zur angewandten Prüfmethode, und wird von den meisten Versicherungen akzeptiert.

Der Umfang bestimmt den Preis: eine Elektrothermografie-Inspektion eines einzelnen Schaltschranks ist schnell durchgeführt, eine umfassende Predictive-Maintenance-Begehung über mehrere Produktionshallen dauert entsprechend länger. Kontaktieren Sie uns mit einer kurzen Beschreibung Ihrer Anlage, wir erstellen ein unverbindliches Angebot.

Das hängt von der Kritikalität der Anlage ab. Als Faustregel gilt: sicherheitskritische Elektroanlagen jährlich gemäß DGUV V3, kritische Produktionsmaschinen halbjährlich, unkritische Aggregate jährlich. Für ein wirksames Predictive-Maintenance-Programm empfehlen wir ein individuelles Inspektionsintervall auf Basis Ihrer Anlagenliste.

Nein, das ist einer der entscheidenden Vorteile der Infrarot-Thermografie. Thermografische Inspektionen werden im laufenden Betrieb unter Normallast durchgeführt, berührungslos und ohne Produktionsstopp. Nur wenn eine Komponente thermisch auffällig ist, empfehlen wir eine weitere Diagnose oder gezielte Reparatur im nächsten geplanten Wartungsfenster.

Ja. Wir stehen auch nach der Inbetriebnahme als Ansprechpartner zur Verfügung – für Anpassungen, Erweiterungen und Support. Sprechen Sie uns auf einen passenden Supportrahmen an.

Software wird nicht als Einzelprodukt verkauft, sondern als Teil eines Integrationsprojekts konfiguriert und in Betrieb genommen. Die Kosten hängen von Umfang, Konfigurationsaufwand und gewünschten Schnittstellen ab. Sprechen Sie uns an – wir machen Ihnen ein konkretes Angebot.

Wir installieren und konfigurieren die Software vor Ort bei Ihnen – direkt an der Anlage unter realen Bedingungen. Nach der Inbetriebnahme stehen wir per Remote-Support weiter zur Verfügung. Kein Ticket-System, kein Call-Center.

Über die REST API oder OPC UA ist eine Anbindung an übergeordnete Systeme grundsätzlich möglich. Die konkrete Realisierung hängt von den Schnittstellen Ihres MES/ERP ab. Sprechen Sie uns an – wir prüfen die Machbarkeit.

Standardmäßig auf Windows (Industrie-PC oder Embedded-System). Andere Betriebssysteme auf Anfrage. Hardware wird im Rahmen des Integrationsprojekts spezifiziert.

Ja. Wir konfigurieren die Software im Rahmen der Inbetriebnahme auf Ihre Messaufgabe und schulen Ihre Mitarbeitenden in der Bedienung. Im Rahmen definierter Grenzen können Parameter (Alarmgrenzen, Messzonen etc.) anschließend selbstständig angepasst werden.